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Clowns bringen die Lockerheit zurück in die Kindergärten

Die Clowninnen Karotti und Zappalotta bringen mit Unterstützung des Lions Clubs Stade das Lachen in die Kindergärten zurück. Seit Februar touren sie im Auftrag des Serviceclubs durch die Stader Kitas, so auch im Kindergarten St. Nikolaus.

Die Clowninnen Karotti und Zappalotta bringen mit Unterstützung des Lions Clubs Stade das Lachen in die Kindergärten zurück. Seit Februar touren sie im Auftrag des Serviceclubs durch die Stader Kitas, so auch im Kindergarten St. Nikolaus.

„Es war eine schwere Zeit“, erzählt Kita-Leiterin Ilona Sienko über die vergangenen zwei Jahre mit Corona, „wir durften weder singen, noch vorlesen oder kuscheln.“ Nähe war während der Pandemie unerwünscht. Hinzu kamen die Masken, die Erzieherinnen und Erzieher zeitweise tragen mussten. „Das ist ganz schwierig für Kinder, weil sie die Mimik nicht sehen konnten“, weiß Karotti, alias Claudia Haf. Auch Sprachförderunterricht fiel flach. Besonders schwer sei es für die neuen Kinder gewesen, die eingewöhnt werden mussten, bestätigt Sienko.

Zurück in die Unbeschwertheit

„Kindertagesstätten und die Kleinen haben während der Pandemie echt gelitten“, fasst Lions-Mitglied Frank Münter zusammen. Daher war sich das Charity-Team des Lions Clubs Stade schnell einig, dass die Charity 2021 den Kleinsten zugutekommen sollte, ergänzt Matthias Geier. 3000 Lose zu 10 Euro verkauften die Lions während der Charity 2021. Der Erlös – abzüglich der Gewinne – finanziert den Einsatz der Clowns und darüber hinaus Workshops für Erzieher und Erzieherinnen. „Damit schaffen wir Nachhaltigkeit“, so Matthias Geier.

Karotti und Zapalotta bringen nun wieder mehr Lockerheit in die Kitas. Seit Februar sind sie unterwegs. Insgesamt haben sich 26 Kindergärten auf das Angebot der Lions gemeldet. Die Clowns hatten bereits im vergangenen November in der Kita Haddorf mit ihrer Tour begonnen. Doch dann kam der erneute Lockdown, und damit musste die Kita-Clownerie verschoben werden.

Das Miteinander steht im Mittelpunkt

Ein Programm spulen die stadtbekannten Klinik-Clowns bei ihren Einsätzen nicht ab. „Wir warten ab und reagieren auf die Kinder“, erklärt Zapalotti, alias Kerstin Köpcke-Schulze. Im Mittelpunkt stehe das Miteinander, das während der Pandemie stark gelitten hatte. Manchmal gebe es auch Kinder, die schlechte Erfahrungen mit Clowns gemacht haben oder die Clowns einfach nur doof finden. „Das respektieren wir und lassen sie in Ruhe.“ Doch meist siegt die Neugierde. „Wir initiieren die Spielfreude bei den Kindern“, sagt Karotti. Da wird hemmungslos rumgealbert und geblödelt. Das Tolle sei, dass die Kinder immer als Gewinner aus den Situationen gehen. Sie bestimmen, wo es lang geht. „Und manchmal lachen wir auch herzlich über uns. Das passiert noch nach 20 Jahren, dass wir uns selbst überraschen“, so Karotti.