Lions übergeben 14.000 Euro an die Awo
4. Juni 2016
Lions-Aktion kommt der Tafel zugute
4. April 2017
Lions übergeben 14.000 Euro an die Awo
4. Juni 2016
Lions-Aktion kommt der Tafel zugute
4. April 2017

Marinemusikkorps zu Gast beim Lions-Konzert im Stadeum – Fregattenkapitän Friedrich Szepansky dirigiert mit Fliegenklatsche

STADE. „Tierisch gut“: Unter diesem Motto präsentierte sich das Marinemusikkorps Kiel beim 42. Militärkonzert des Stader Lions Club im Stadeum. Ein vielsagender Titel, hinter dem sich ein vielseitiges Musikprogramm verbarg.

Der Hanse-Saal im Stadeum war am Mittwochabend prall gefüllt. Kein Wunder, denn die Marine-Musiker unter der Leitung von Fregattenkapitän Friedrich Szepansky verstehen es immer wieder, den Gästen einen abwechslungsreichen Abend zu bereiten. Und hinter dem „tierisch gut“ verbarg sich die ein oder andere Überraschung aus der Welt der Tiere.

Die Ouvertüre der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß oder „Auf der Jagd“ von Johann Strauß’ Sohn aber auch den Walzer aus dem Ballett „Schwanensee“ von Peter Tschaikowski oder der Karneval der Tiere. Das Dschungelbuch fehlte ebensowenig wie die Titelmusik von Batman.

Den Hummelflug-Jive von Rimsky-Korssakov dirigierte Szepansky mit einer Fliegenklatsche. Wie immer leitete der Orchesterchef die Stücke mit einer kleinen Geschichte ein. Und sein kleines Gedicht im Vorfeld handelte von einer missglückten Jagd nach einer Fliege. Und das war anschaulich natürlich nur mit einer Fliegenklatsche zu dokumentieren. Auch der Spaß kommt bei den Auftritten des Marinemusikkorps’ selten zu kurz.

Den Abschluss bildeten Lily Marleen und Gruß an Kiel, der Marsch, der bei den Konzerten des Marinemusikkorps Kiel nie fehlen darf. Den Blumenstrauß an den Orchesterleiter, der normalerweise an eine der Damen des Orchesters weitergereicht wird, übergab Szepansky an einen „Tierpfleger in fremder Montur“. Weil ein Tuba-Spieler des Orchesters krankheitsbedingt ausfiel, sprang kurzfristig Ersatz vom Luftwaffenmusikkorps Münster ein. Ohne Proben, er spielte also direkt vom Notenblatt und durfte den Strauß mit nach Hause nehmen.

Szepansky versprach dem Publikum, im kommenden Jahr zum 43. Konzert wiederzukommen. Für die Gastgeber vom Lions-Club Stade begrüßte Ralf Achim Rotsch die Zuschauer und dankte für die Unterstützung der guten Sache der Lions. Das Musikkorps spielte nämlich wie immer ohne Honorar. Der Erlös kommt Jugendprojekten, vorzugsweise den Grundschulen in Stade, zugute. In zusätzlichen Spendendosen sammelten am Mittwochabend die Mitglieder für den Kinderschutzbund Stade.

Quelle: Stader Tageblatt