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Die Freude ist ihnen ins Gesicht geschrieben: Susanne Stelling (links) und Angela Peters haben einen Bewohner mit Musik versorgt.
„Musik und Demenz“ heißt ein Projekt, das der Lionsclub Stade mit dem Katholischen Altenheim St. Josef vorm Schiffertor initiiert hat. Senioren, die von Demenz betroffen sind, sollen mit Musik aus ihrer Jugend zu neuem Leben erweckt werden. Die Ergebnisse sprechen für sich. „Wir sind beseelt“, sagt Betreuungskraft Angela Peters.
Ihr Lächeln und das ihrer Kollegin Susanne Stelling, Leiterin des begleitenden Dienstes, spricht Bände. Menschen, die tief versunken sind in ihrer Demenz, zeigen Reaktionen auf die Musik, die sie einst in jungen Jahren begleitet hat. Das Stader Seniorenheim ist erst die zweite Einrichtung in Deutschland, die mit „Musik und Demenz“ arbeitet.
Mit dem Erlös schaffte der Club Kopfhörer, Playlisten, MP3-Player, einen Laptop und Musik-Gutscheine als technische Grundlage für „Musik und Demenz“ an, das auf dem amerikanischen Modell von „music and memory“ basiert. Mitarbeiter ließen sich schulen, auch mit einer Gruppe von Pflegeschülerinnen, die an den BBS 3 in Stade unterrichtet werden.
Der Aufwand scheint sich zu lohnen: Ist die richtige Musik ausgesucht, gibt es unmittelbare Reaktionen, erzählen Stelling und Peters. Zum Beispiel der Senior, der schwer dement ist, kaum sprechen kann und sehr langsam läuft. Seine Muskeln sind immer stark angespannt. Wenn er seine Musik hört, löst sich die Anspannung, der Mann ist gut zu Fuß und singt sogar Textpassagen mit. Andere fangen an zu tanzen, nehmen den Daumen hoch oder wippen zumindest mit dem Fuß. Auch kleine Zeichen sind große Fortschritte. „Endlich stellen sich bei der Betreuung von Dementen Erfolge ein“, sagt Patrick Jacobi.

