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4. Januar 2016Lions ehren Harald Gillen posthum
Im Geiste und als Porträt – gemalt von Stades Ex-Stadtdirektor Dirk Hattendorff – war der ehemalige TAGEBLATT-Verleger Harald Gillen am Donnerstagabend während der Weihnachtsfeier auf der Insel noch einmal unter seinen Lionsbrüdern. Die zeichneten ihn posthum mit der höchsten Ehre aus, die der Lionsclub weltweit zu vergeben hat. Aus den Händen von Distrikt-Governor Detlef Schwarz nahm die Witwe Ingrid Gillen den Melvin-Jones-Fellow entgegen.
Harald Gillens Verdienste für den Lionsclub seien weit über die Grenzen Stades hinaus anerkannt, sagte Detlef Schwarz. Als er die Auszeichnung an Ingrid Gillen übergab, erhoben sich die Lionsbrüder und ihre Frauen von den Stühlen und applaudierten.
Frank Münter hielt die Lobrede auf den am 16. Juni Verstorbenen. Gillens Herz schlug für die Kultur, für die er sich über die Maßen engagiert habe. So habe er keine Premiere an der Hamburger Staatsoper verpasst. Auch Schauspielhaus und Thalia-Theater gehörten zu seinen Einsatzorten – zahlreiche TAGEBLATT-Berichte zeugen davon. Mit den Lions ging er auf Opernfahrt. Das werde in Ehren gehalten, die nächste Tour findet im März statt.
Gillen war seit 1968 Mitglied des Lionsclubs Stade. 1982/1983 war er dessen Präsident. Zusätzlich hatte er viele weitere Ämter inne, unter anderem zeichnete er für die Festschriften verantwortlich. Harald Gillen sei ein besonderer Mensch gewesen, der sich sehr aktiv für die Belange des Clubs eingesetzt habe. Eigentlich, darauf wies der amtierende Präsident Dr. Ralf Trabandt hin, sollte Gillen noch zu Lebzeiten geehrt werden. Doch sein überraschender Tod im Juni des Jahres verhinderte das.
Quelle: Stader TAGEBLATT vom 30.11.2015

