Lions Club Stade unterstützt Sprachkurs für Flüchtlinge aus den Notunterkünften mit 40 Bilderlehrbüchern
4. Januar 2016
Gewinner der Lions Charity gezogen
10. März 2016
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Lions bekämpfen Traumata von Kindern

Stader Club startet Aktion zugunsten von jungen Flüchtlingen – Reisen und ein Auto sind die Gewinne

STADE. Wie können wir den Flüchtlingen helfen – vor allem den Kindern? Auf diese selbst gestellte Frage hat der Lions Club Stade eine starke Antwort parat. Er startet am 18. März eine Charity-Aktion zugunsten traumatisierter Kinder aus Krisengebieten, die in der Region Stade Zuflucht gefunden haben.

Innerhalb von drei Monaten wollen die Mitglieder des Clubs 3000 Glückslose verkaufen. Der Stückpreis liegt mit 10 Euro relativ hoch. Das ist gewollt, auch um sich von anderen Projekten abzusetzen. Das gilt auch bei den Preisen, die ausgelobt werden. Der Gewinner oder die Gewinnerin darf sich auf ein neues Auto freuen. In Zusammenarbeit mit dem Autohaus Cordes stiften die Lions einen Seat Mii im Wert von knapp 13 000 Euro, der dann im günstigsten Fall nur 10 Euro gekostet hat. Die Gewinnchance ist 1:3000. Das gilt auch für die beiden nächsten Preise, eine Woche im Robinson Club und vier Tage in Lissabon. Diese beiden Gewinne stellt der Club mit dem Tui ReiseCenter am Pferdemarkt zur Verfügung. Mehr zu gewinnen gibt es nicht. Ganz bewusst verzichten die Lions auf Kleingewinne. Das TAGEBLATT unterstützt das Projekt für den guten Zweck.

Der Erlös aus dem Verkauf soll helfen, traumatisierte Flüchtlingskinder zu betreuen. Dafür haben die Lions den Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) mit ins Boot geholt. Helge Geier und Dieter Stempnewicz betreuen das Projekt für den Lions Club. „Die ärmsten im ganzen Flüchtlingsstress sind die Kinder, die häufig traumatisiert zu uns kommen“, sagt Geier. Sie sollen von Experten behandelt werden. Dafür brauche es Psychologen, Dolmetscher und entsprechende Räumlichkeiten, wofür die Lions dauerhaft sorgen wollen. Es gebe eine lange Warteliste, der Bedarf nach Traumatherapien sei groß.

Wichtig ist den Lions, dass die laufenden Projekte des Clubs wegen der neuen Aktion nicht zurückstecken müssen. Deswegen wurde die Charity ins Leben gerufen, um zusätzlich Geld zu generieren. Wer nicht gewinnt, so die Lions, habe zumindest ein gutes Werk getan. (ing)

 

Quelle. Stader Tageblatt